EPS-Verarbeitung
EPS steht für Expandable Polystyrene System (expandierbares Polystyrol-System). Das EPS-System besteht aus der Laminierung von Carbonplatten um Polystyrolformen mit perfekt glatten Oberflächen. Diese Formen werden während der Druckphase in der Form belassen. Die Form dehnt sich durch die erhöhte Hitze und den zusätzlichen Luftdruck aus und hinterlässt eine kontrollierte und optimierte Carbonschicht in der gesamten Felge. Nach Abschluss des Produktionsprozesses wird die Polystyrolform entfernt.
Die meisten Carbonfelgen wirken von außen glatt und nahtlos, doch ihr Innenleben ist ebenso wichtig. Bei der Herstellung einer Carbonfelge werden Schichten aus Carbongewebe und Epoxidharz in einer Form komprimiert, um die gewünschte Form zu erhalten. Traditionell werden aufblasbare Blasen im Inneren der Felge verwendet, um das Material in die Form zu pressen. Da sich die Form einer Blase jedoch nicht präzise steuern lässt, kann es vorkommen, dass die fertige Felge Falten oder eine ungleichmäßige Dicke aufweist. Diese Unregelmäßigkeiten können zu Delamination oder vorzeitigen Spannungsbrüchen führen – jede Falte, jede Falte ist eine potenzielle Fehlerquelle.
Durch den Einsatz eines EPS-Formsystems erhalten wir Innenflächen, die ebenso glatt und faltenfrei sind wie die Außenflächen. Dies erhöht die Festigkeit durch die Gleichmäßigkeit der Fasern und bringt sie in die exakt gewünschte Form mit gleichmäßiger Dicke und ohne Falten. Das Ergebnis ist ein leichteres, steiferes und gleichmäßigeres Endprodukt.
Wir können EPS-Formen exakt nach unseren Wünschen herstellen, sie dann mit Kohlefaser umlaminieren und das gesamte System in eine Form geben. Beim Erhitzen quellen die einzelnen Perlen in den EPS-Formen auf. Frei von außen würden sie das 40-fache ihrer ursprünglichen Größe erreichen. Durch die Form üben sie jedoch Druck auf das Innere der Kohlefaser aus und drücken diese in die exakt gewünschte Form mit gleichmäßiger Dicke und ohne Falten.
